top of page

Wie kann man Frühfluktuation durch Onboarding senken?

Ein Praxisbeispiel von Saria mit messbarem ROI


Keywords: Onboarding Prozess verbessern, Frühfluktuation reduzieren, Mitarbeiterbindung steigern, Onboarding ROI, Preboarding, HR KPIs


Kurzantwort für Eilige

Ein strukturierter Onboarding-Prozess kann die Frühfluktuation deutlich senken und sich wirtschaftlich rechnen.

Das Beispiel von Saria zeigt:

  • –25 % Frühfluktuation in den ersten 6 Monaten

  • ROI von 2,88 auf das Onboarding (d.h. Investition fast verdreifacht)

  • Schnellere Produktivität neuer Mitarbeitender

Die entscheidenden Hebel: Struktur, IT-Integration, Klarheit und soziale Einbindung.


Was war passiert?

Die Führungskraft war krank und hatte auch nicht delegiert, dass sich jemand um den Neuen kümmert. Das war natürlich auch 2019 schon ziemlich peinlich.


Die Ausgangsfrage: Warum scheitert Onboarding so oft?

Viele Unternehmen haben kein echtes Onboarding, sondern nur einen „ersten Arbeitstag“.

Typische Probleme:

  • Keine klare Zuständigkeit

  • Fehlende IT-Zugänge

  • Überforderung durch Informationsflut

  • Keine soziale Integration

Auch bei Saria war das lange der Fall. Neue Mitarbeitende warteten teilweise am ersten Tag ohne Ansprechpartner oder arbeitsfähige Systeme.

👉 Die Folge: langsame Produktivität und hohe Frühfluktuation.


Die Lösung: Wie Saria Onboarding strukturiert hat

Seit 2021 hat Saria ein systematisches Onboarding aufgebaut – mit vier zentralen Elementen:

1. Klarheit ab dem ersten Tag

Neue Mitarbeitende erhalten direkt ein verständliches Gesamtbild:

  • Unternehmensstruktur

  • Geschäftsbereiche

  • Standorte

👉 Was früher Monate dauerte, passiert jetzt am ersten Tag.


2. Standardisierte Onboarding-Days

Ein fester Onboarding-Tag sorgt für Verlässlichkeit:

  • Regelmäßig zum Monatsstart

  • IT, HR und Fachbereiche eingebunden

  • Geräte und Zugänge sofort verfügbar

👉 Ergebnis: Mitarbeitende sind direkt arbeitsfähig.


3. Hybrides Onboarding für dezentrale Teams

Auch Außenstellen werden integriert:

  • Virtuelle Teilnahme am Onboarding

  • Hardware vorab bereitgestellt

  • Digitale IT-Schulungen

👉 Ergebnis: Einheitliche Experience – unabhängig vom Standort.


4. Soziale Integration von Anfang an

Neue Mitarbeitende werden sichtbar gemacht:

  • Vorstellung im Intranet

  • Begrüßung auf LinkedIn

  • Fotos für interne Tools

👉 Ergebnis: Schnellere Zugehörigkeit und weniger „sich fremd fühlen“ d.h. schneller vom ihr zum wir.


Der Business Impact: Warum sich Onboarding rechnet

Die Ergebnisse sind nicht nur „weich“, sondern klar messbar:

  • 25 % weniger Kündigungen in den ersten 6 Monaten

  • ROI von 2,88 → Investition fast verdreifacht

  • Deutlich geringere Produktivitätsverluste


👉 Besonders wichtig: Onboarding wird hier als wirtschaftlicher Hebel betrachtet – nicht als reines HR-Thema.


Was Unternehmen daraus lernen können

Die wichtigsten Takeaways:

  • Onboarding beginnt vor dem ersten Arbeitstag

  • Standardisierung ist entscheidend für Skalierung

  • IT ist ein kritischer Erfolgsfaktor

  • Führungskräfte müssen aktiv eingebunden werden

  • Onboarding sollte immer mit KPIs gemessen werden


Über Saria

Die Saria Gruppe ist ein international tätiges Unternehmen im Bereich Recycling und Kreislaufwirtschaft.

  • Rund 11.000 Mitarbeitende weltweit

  • Hauptsitz in Selm (NRW)

  • Zahlreiche Standorte in Deutschland und Europa

  • Fokus auf Verarbeitung organischer Reststoffe zu nachhaltigen Produkten

Besonders relevant:Saria hat eine stark dezentrale Struktur mit vielen gewerblichen Mitarbeitenden – also genau die Art von Organisation, in der Onboarding oft schwierig ist.


Fazit: Onboarding ist ein Business Case – kein HR-Nice-to-have

Das Beispiel Saria zeigt klar:Ein guter Onboarding-Prozess kann Frühfluktuation reduzieren, Produktivität steigern und Recruiting-Investitionen absichern.

👉 Die entscheidende Frage ist nicht, ob man Onboarding verbessern sollte –sondern wie viel Potenzial aktuell ungenutzt bleibt.


Wie viele eurer neuen Mitarbeitenden sind nach 6 Monaten noch im Unternehmen – und wie viele könnten es mit einem besseren Onboarding sein?


Quelle: Interview mit Sebastian Mosch (HR Director Saria) in Personalwirtschaft


Kommentare


bottom of page