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Einarbeitungsplan neuer Mitarbeiter:innen - mit Vorlage

Aktualisiert: vor 14 Stunden

Einarbeitungscheckliste, Vorlage und Tipps für professionelles Onboarding für strukturiertes Onboarding und Download einer kostenlosen Einarbeitungs-Checkliste.



Hand aufs Herz: Wie sieht das Onboarding bei euch im Unternehmen aus? Der Klassiker: Vertragsunterschrift, drei Wochen Funkstille, am ersten Tag ein verwirrter New Hire ohne Laptop-Passwort und ab Woche zwei die stille Hoffnung der Führungskraft, dass der neue Kollege „sich einfach von alleine einarbeitet“.


Das geht besser – und vor allem entspannter für alle Beteiligten.


Erfolgreiches Onboarding beginnt lange vor dem ersten Arbeitstag. Es startet in dem Moment, in dem der Arbeitsvertrag unterschrieben ist, und begleitet neue Kolleginnen und Kollegen strukturiert bis zum Ende der gesamten Einarbeitungszeit und erreichen der Full-Productivity. Das ist übrigens auch ein interessanter KPI.


Ein moderner Einarbeitungsplan ist dabei weit mehr als eine organisatorische To-do-Liste. Er ist der zentrale Leitfaden für eine gelungene New-Hire-Experience und Employee Journey.


Gerade in den ersten Wochen entscheidet sich häufig, wie schnell sich neue Mitarbeiter im Unternehmen zurechtfinden, wie gut sie integriert werden, wie sicher sie ihre neuen Aufgaben übernehmen können und ob sie den Wunsch entwickeln langfristig zu bleiben.


Dabei gilt es immer eine Frage im Auge zu behalten:

Was benötigen die New-Hires für einen bestmöglichen Start bei uns?
Download Einarbeitsungsplan (demnächste verfügbar)

Download: Einarbeitungsplan und Checkliste für neue Mitarbeiter:innen

(demnächste verfügbar)


Phase

Was brauchen New-Hires jetzt?

Ziele

Preboarding

Direkt nach

Vertragsunterschrift

Bestätigung: „Meine Entscheidung war richtig.“ 

Kontakt halten, Vorfreude schaffen, erste Informationen

Internes Organisatorisches starten

Preboarding

Vor dem ersten Arbeitstag -

(Monate & Wochen)

Einblicke ins Unternehmen

Team und Rolle vorstellen konkrete Informationen zum Start

Vertrautheit schaffen · Zugehörigkeit aufbauen

· Unsicherheit reduzieren


Organisatorisches


Onboarding -

Erster Arbeitstag

Persönliches Willkommen, Orientierung, Teamkontakt und ein klarer Einstieg

Ankommen · Orientierung · Wertschätzung zeigen

Onboarding - 

Woche 1 bis x Monate

nach Start

Vernetzen im Team und teamübergreifend

zunehmend eigene Verantwortung

erreichbare Ziele

Integration · Kompetenzaufbau · Selbstständigkeit · Produktivität

langfristige Bindung

Full Productivity


Warum ein Einarbeitungsplan beim Onboarding so wichtig ist


Ein Einarbeitungsplan ist weit mehr als eine abgehakte To-do-Liste: Er ist die Orchestrierung des gesamten Onboardings. Er legt fest, wer wann beteiligt ist, wer welche Aufgabe übernimmt und wer den Überblick behält.


Schlielich sind am Start eines neuen Mitarbeiters sind viele Menschen beteiligt: Führungskraft, Mentor, Team, HR, IT, Team-Assistenz und natürlich der New-Hire selbst.


Und häufig sieht es noch so aus: Nach dem Vorstellungsgespräch und der Vertragsunterschrift zieht sich der Fachbereich erst einmal zurück. Die Verantwortung bleibt bei HR. Und ab Tag 1 dann umgekehrt: HR ist quasi raus und es übernimmt die Führungskraft und eventuell ein Mentor. HR bekommt vom weiteren Verlauf kaum noch etwas mit – es sei denn, es gerät etwas in Schieflage. Doch dann wird meistens erst spät der Rat der erfahrenen Personalexperten in der HR Abteilung gesucht - manchmal zu spät und sehr mühevoll, um die Situation noch zu retten.


Das Fundament: Die 6 Cs des Onboardings

Erfolgreiche Einarbeitung geht weit über die IT-Einrichtung hinaus. Das erweiterte Modell der US-Professorin Talya Bauer bringt auf den Punkt, was New Hires für ein starkes Ankommen wirklich brauchen:


  • Compliance: Formalien, Sicherheit und Regeln – am besten digital und unkompliziert.

  • Clarification: Absolute Klarheit über Rolle, Aufgaben und gegenseitige Erwartungen.

  • Culture: Das Miteinander, Werte und die ungeschriebenen Gesetze verstehen.

  • Connection: Soziale Bindung zum Team, zu Buddies und Schnittstellen aufbauen.

  • Check-back: Kontinuierlicher Dialog und Feedback in beide Richtungen.

  • Confidence: Das nötige Zutrauen und Werkzeuge für eigenständiges Handeln entwickeln.


Ein moderner Einarbeitungsplan stellt sicher, dass all diese sechs Bausteine im Tagesgeschäft Platz finden.


Mal ehrlich: Sicher gibt es irgendwo bei euch Einarbeitungspläne. Aber: Kennt die jeder? Werden diese auch in der Praxis gelebt? Werden diese regelmäßig überarbeitet und fließen gewonnene Erkenntnisse mit ein oder wird nur daran geschraubt, wenn Probleme auftreten? Orchestriert der Einarbeitungsplan alle Beteiligten? Und geht der Einarbeitungsplan darauf ein, was neue Mitarbeitende für einen guten Start benötigen?


Ein wichtiger Bestandteil für die Orchestrierung ist auch Feedback einzuholen. Hier denken die meisten zuerst an den New Hire: Wie läuft es? Fühlst du dich wohl? Was können wir besser machen? Klar, wichtig.


Vergessen wird oft: Auch die Feedbackschleife Führungskraft an HR hat etwas zu erzählen: Wie kommt der neue Kollege im Team an? Passt die Rolle? Wie entwickelt sich die Selbstständigkeit? Funktioniert die Einarbeitung?


Diese Rückmeldungen gehören zurück zu HR. Denn HR ist der Experte für Menschen im Unternehmen und kann die verschiedenen Perspektiven zusammenbringen. Vielleicht lautet das Feedback einfach:


„Passt super. Gute Entscheidung.“ Vielleicht braucht es aber auch an einer Stelle Unterstützung, einen zusätzlichen Kontakt oder eine Anpassung im Einarbeitungsplan.


Und noch eine wichtige Erkenntnis:

Experience schlägt Prozess

1. Preboarding: Erstes Ankommen


Das Onboarding beginnt nicht erst am ersten Arbeitstag. Bereits nach der Vertragsunterschrift beginnt eine wichtige Phase: das Preboarding.


Für neue Mitarbeitende ist die Zeit zwischen Vertragsabschluss und Arbeitsbeginn häufig von Vorfreude, aber auch von latenter Unsicherheit geprägt. Die Entscheidung für den neuen Arbeitgeber ist getroffen – jetzt gilt es, dieses gute Gefühl zu bestätigen und den Glanz der ersten Stunde weiter zu stärken.


Ein gutes Preboarding sorgt deshalb nicht nur dafür, dass organisatorisch alles vorbereitet ist. Es gibt neuen Mitarbeitern bereits vor ihrem ersten Arbeitstag das Gefühl: „Ich bin hier willkommen und werde erwartet, meine Entscheidung war richtig, ich bin gut vorbereitet und ich freue mich auf den Start.“


Was im Preboarding wirklich zählt

In dieser Phase legen Sie den Grundstein für eine starke Bindung. Sie geben schon vorab einen echten Einblick in die Unternehmenskultur – von der täglichen Zusammenarbeit über die gemeinsamen Werte bis hin zu den übergeordneten Zielen.


  • Vorfreude & Willkommen: Das Gefühl vermitteln, erwartet zu werden – durch ein ehrliches Willkommen und den direkten Kontakt zum Team, zur Führungskraft und zum Buddy.

  • Orientierung für Tag 1: Klarheit schaffen, wann, wo und wie der erste Arbeitstag und die ersten Wochen ablaufen.

  • Sicherheit & Equipment: Ein startklarer Arbeitsplatz mit funktionsfähiger Hardware, Software und Zugängen ab der ersten Minute.

  • Einblick in Kultur & Zusammenarbeit: Ein Gefühl für das Miteinander, die Werte, die künftigen Aufgaben und die wichtigsten Ansprechpersonen vermitteln.


Wie kann digitales Preboarding hier unterstützen?


Eine digitale Onboarding Journey kann diese Phase besonders wirkungsvoll unterstützen. Neue Mitarbeiter können bereits vor ihrem Start auf relevante Inhalte zugreifen, das Unternehmen kennenlernen und sich Schritt für Schritt auf ihre neue Aufgabe vorbereiten. Über eine Onboarding-App lassen sich Schichtpläne, Sicherheitsunterweisungen, Anfahrtswege oder Begrüßungsvideos direkt auf dem privaten Smartphone des New Hires bereitstellen – ganz ohne Firmen-Laptop oder komplexes IT-Setup.

Eine digitale Onboarding-Lösung wie Appical bietet hierfür die passende Plattform.


So lassen sich beispielsweise Informationen zu Unternehmen, Kultur und Werten, Team, Führungskraft, Mentor, Aufgaben, Ansprechpartnern und den ersten Tagen bereits vor dem Start vermitteln. Gleichzeitig werden organisatorische Daten und To-dos zentral bereitgestellt.


Damit wird die Zeit zwischen Vertragsunterschrift und erstem Arbeitstag zu einem aktiven Teil des Onboardings – statt einfach nur abzuwarten.


Gutes Preboarding schafft Orientierung, Sicherheit und Vorfreude – und legt damit den Grundstein für eine langfristige Verbindung zum Unternehmen.


2. Die ersten Wochen: Orientierung geben

Nach dem ersten Tag geht es vor allem darum, Orientierung zu schaffen und Sicherheit zu geben.


Wer sind meine Ansprechpartner? Was wird von mir erwartet? Und wie funktionieren die wichtigsten Abläufe?


In den ersten zwei Wochen zählt deshalb eine gute Mischung aus fachlichem Einstieg und sozialer Integration:


  • Orientierung & Onboarding-Basics: Das Team und wichtige Schnittstellen kennenlernen, das Arbeitsmaterial einrichten und die ersten Aufgaben angehen.

  • Praktische Hürden abbauen: Klare Infos zu Dienstkleidung, Spinden, Schichtsystemen, Kantine und Sicherheitsschulungen stehen in den ersten zwei Wochen im Vordergrund.

  • Kultur & Richtung: Strategie, Produkte und die eigene Rolle im großen Ganzen verstehen – ergänzt durch die notwendigen Pflicht-Checkpoints wie Compliance oder Datenschutz.

  • Erste Abstimmung: Frühzeitig Erwartungen klären und in den ersten kurzen Feedback-Gesprächen gemeinsam reflektieren, wie die Ankunft läuft.

  • Persönliche Buddies vor Ort: Gerade im gewerblichen Bereich ist der Mentor direkt in der Halle, auf der Fläche oder im Fahrzeug die wichtigste Vertrauensperson – wichtiger als jedes Handbuch.

Tipp für den Einarbeitungsplan: Unsere praxis-orientierte PDF bietet einen guten Überblick, wie du Themen vom Preboarding bis zur Time-to-(full)-Productivity und zeitlich gut staffelst, welche Checklisten-Punkte für New-Hires relevant sind und welche Rolle Führungskräfte und Mentoren einnehmen.
Download Einarbeitsungsplan (demnächste verfügbar)

Download: Einarbeitungsplan und Checkliste für neue Mitarbeiter:innen

(demnächste verfügbar)



Nicht nur Informationen vermitteln – Beziehungen schaffen

Onboarding ist mehr als die Weitergabe von Informationen. Neue Mitarbeitende müssen vor allem soziale Beziehungen aufbauen.


Ein gemeinsamer Kaffee, ein persönliches Kennenlernen oder die Vorstellung bei Kollegen aus anderen Bereichen können deshalb genauso wichtig sein wie die Einweisung in ein neues IT-System.


3. Regelmäßige Feedbackgespräche einplanen

Feedback sollte nicht erst am Ende der Probezeit stattfinden. Feedback sind nicht nur Gespräche. Gerade mit Pulsumfragen werden oft offener Eindrücke geteilt, als im persönlichen Gespräch, bei dem man eher zu sozial erwünschten Antworten neigt.


Zeitpunkt

Themen des Feedbacks

Nach Vertragsunterschrift

Wie war das Recruiting?

Im Pre-Boarding

Fühlst du dich Willkomen und gut vorbereitet? Hast du noch Fragen?

Nach 3–10 Tagen

bist du aufgennommen worden? Hatte die Führungskraft genügend Zeit? War alles vorbereitet?

Nach 1 – 2 Monaten

Aufgaben und Projekte sowie weiteren Kompetenzaufbau besprechen

Nach 3 – 4 Monaten

Zwischenfazit und Zielerreichung

Nach 6 Monaten

Abschlussgespräch und Entscheidung über die weitere Zusammenarbeit


Für Führungskräfte bedeutet das: Nicht darauf warten, bis Probleme von selbst angesprochen werden.


Für neue Mitarbeitende bedeutet es: Sie erhalten regelmäßig die Möglichkeit, Fragen zu stellen, Unsicherheiten anzusprechen und Feedback zu bekommen.


Auch hier kann eine Onboarding-App wie Appical gezielt unterstützen und automatische Pulsumfragen in die Journey einstreuen. Ausgespielte To-Do's für Führungskräfte, wie Feedback einholen runden den Prozess ab.


4. Konkrete Aufgaben und erste Erfolge definieren

Ein durchdachter Einarbeitungsplan neuer Mitarbeiter hält fest, welche Aufgaben und Abläufe in den ersten Monaten schrittweise selbstständig übernommen werden. Wichtig ist dabei: Erwartungen müssen konkret und im Alltag überprüfbar sein – passend zur jeweiligen Rolle.


Unsere PDF sieht dafür beispielhafte Projekte beziehungsweise Zielbereiche vor. Entscheidend ist dabei nicht die Anzahl der Projekte und Aufgaben für White und Blue Collar Worker, sondern dass die Erwartungen möglichst konkret formuliert werden.


Statt: "In das Aufgabengebiet einarbeiten“ ist beispielsweise hilfreicher:

„Eigenständig den ersten Kundenprozess durchführen.“

Dadurch wird aus einem allgemeinen Einarbeitungsziel ein überprüfbares Ergebnis.


5. Kompetenzaufbau systematisch planen

Neben den konkreten Aufgaben sollte auch betrachtet werden, welche Kompetenzen für die neue Position erforderlich sind.


Hilfreich ist es zwischen den Bereichen zu unterscheiden:

  • Fach-, Produkt- und Branchenkompetenz

  • Praktische und handwerkliche Fähigkeiten

  • Maschinen-, Anlagen- und Prozesskenntnisse

  • IT-, Software- und digitale Anwendungskompetenz

  • Methoden-, Qualitäts- und Sicherheitskompetenz

  • Sozial- und Führungskompetenz

  • Sprach- und interkulturelle Kompetenzen


Für jede Kompetenz kann festgelegt werden, wer die Vermittlung übernimmt, wann sie erfolgen soll und festhalten, ob die Maßnahme bereits durchgeführt wurde.

Damit wird Aus- und Weiterbildung zu einem festen Bestandteil des Onboardings und nicht zu einer Aufgabe, die irgendwann „noch erledigt werden muss“.


6. Das Ende der Einarbeitungszeit bewusst gestalten

Am Ende der Einarbeitung sollte schließlich eine gemeinsame Bewertung stehen.


Dabei können drei Fragen helfen:

  • Ist die Einarbeitung innerhalb der Probezeit abgeschlossen?

  • Sind die erforderlichen Kompetenzen und Kenntnisse vorhanden?

  • Kann die Zusammenarbeit wie geplant fortgeführt werden?


Die zum Download bereitgestellte PDF-Vorlage sieht genau diese drei Abschlussfragen vor.


Das Abschlussgespräch sollte dabei nicht als reine Formalität verstanden werden. Es bietet die Möglichkeit, gemeinsam zurückzublicken und gleichzeitig die nächsten Entwicklungsschritte zu vereinbaren.


Einarbeitung mit einem digitalen Onboarding-Prozess strukturieren

Ein klassischer Einarbeitungsplan kann eine gute Grundlage sein. In der Praxis besteht jedoch schnell die Gefahr, dass Excel-Listen, PDFs, E-Mails und einzelne Dokumente nebeneinander existieren.


Eine digitale Onboarding-Plattform wie Appical kann den Prozess deshalb stärker zentralisieren.


Informationen können strukturiert bereitgestellt, Aufgaben und Inhalte entlang der Onboarding Journey organisiert und neue Mitarbeiter bereits vor ihrem ersten Arbeitstag adressiert werden und Teamleiter und Buddies eingebunden werden.


Damit wird aus einem statischen Einarbeitungsplan ein begleitender Onboarding-Prozess, der neue Mitarbeitende Schritt für Schritt durch ihre erste Zeit im Unternehmen führt.


Für Unternehmen bedeutet das gleichzeitig mehr Transparenz: HR, Führungskräfte, Paten und neue Mitarbeiter können besser nachvollziehen, welche Schritte bereits erfolgt sind und welche noch ausstehen.


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